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Advents-ABC

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Zwischen Besinnlichkeit und Weihnachts-Stress: Der Advent verzückt die einen und plagt die anderen.

Außergewöhnlich ist diese Zeit allemal, was auch an den Bräuchen liegt, die je nach Region und Land zum Teil ganz unterschiedlich ausfallen.

Dieses ABC zeigt die kuriosesten, klassischsten und interessantesten Bräuche aus der ganzen Welt - von Oberschwaben über Schweden bis nach China.  

In diesem Sinn:

Scheene Weihnachda!
God jul!
Shèngdàn kuàilè!
Merry Christmas! 
 

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In sogenannten „Klöpfelnächten“ - das sind die drei letzten Donnerstage vor Weihnachten - verkleiden sich meist Männer oder Kinder als Hirten und ziehen um die Häuser. Je nach Region tragen sie Lieder oder Verse vor oder bitten um kleine Geschenke. Mancherorts wird auch die Weihnachtsgeschichte nachgespielt.

Das „Anklöpfeln“ gibt es hauptsächlich im Allgäu, in Österreich und in der Schweiz. Schon im 15. Jahrhundert war es als Brauch verbreitet. Damals galt es noch als Orakel, mit dem die Menschen herausfinden wollten, was das neue Jahr bringt.

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Das „Bärbeletreiben“ ist ein Brauch aus dem Oberallgäu und das weibliche Gegenstück zum „Klausentreiben“.

Jährlich am Abend des 4. Dezember – dem Gedenktag der heiligen Barbara – verkleiden sich junge, meist unverheiratete Frauen und Mädchen als alte Frauen. Sie ziehen sich Fetzenkleider und Masken aus Flechten oder Moos an und tragen Besen aus Birkenreisig oder Weidenruten.

Vor Mitternacht ziehen sie durch die Dörfer und fegen symbolisch den Unrat von Grundstücken. Mit ihren Ruten verteilen sie Hiebe an „böse“ Menschen, die ihnen zu nah kommen. An Kinder verschenken sie hingegen Äpfel, Nüsse und kleine Gaben.

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Das Christkind hat sich Martin Luther ausgedacht. Den Reformator störte es, dass mit dem Nikolaus am 6. Dezember einem Heiligen gehuldigt wird. Daher schuf er eine neue Figur, die den Nikolaus in nicht-katholischen Kirchengemeinden ersetzen sollte.

Seinen Namen erhielt das Christkind in Anlehnung an die Geburt Jesu Christi. Auch sein Ehrentag fällt auf dessen Geburtstag – den 24. Dezember.

Anfangs sah das Christkind sogar noch wie Jesus aus: Doch nach und nach setzte sich das Bild der engelsgleichen Gestalt mit weißem Gewand und goldenen Locken durch.

Mittlerweile ist das Christkind auch in katholisch geprägten Regionen Deutschlands wie dem südlichen Baden-Württemberg verbreitet und bringt dort die Geschenke. In Norddeutschland übernimmt diese Aufgabe eher der Weihnachtsmann.

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Traditionell feiert die Kirche am 6. Januar den Dreikönigstag, auch bekannt als „Tag der Erscheinung des Herrn“. Das Fest erinnert an die Anbetung des Jesuskindes durch die Heiligen Drei Könige Melchior, Kaspar und Balthasar. Diese sind der Weihnachtsgeschichte zufolge von einem Stern geleitet nach Bethlehem gereist, um dem neugeborenen König der Juden zu huldigen. Als Geschenke überreichten sie Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Ein gesetzlicher Feiertag ist der Dreikönigstag in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt.

Jährlich gibt es um den 6. Januar herum verschiedene Veranstaltungen in der Region. Beispielsweise fahren am 5. Januar zwei Dampfloks unter dem Namen „Dreikönigsdampf“  zwischen Oberschwaben und dem Bodensee hin und her.   

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In katholischen Kirchen wird mit der Feier der Eucharistie an das Opfer Christi am Kreuz erinnert. Die katholischen Kirchen halten Eucharistiefeiern jeden Sonntag und zu Festen wie Weihnachten ab. Dabei wird die Hostie unter den Gläubigen verteilt.

Vor allem für die Deutsch-Polen der Region ist die Eucharistiefeier ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtsfeiertage. In Tuttlingen und Ravensburg gibt es das Ritual sogar in polnischer Sprache.

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An Weihnachten gehen viele Menschen zum Gottesdienst. Entsprechend festlich geht es an Heiligabend und am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag in den katholischen und evangelischen Kirchen zu: Chöre und Orchester präsentieren Weihnachtslieder wie „Stille Nacht“ und die Predigten handeln oft von Nächstenliebe.

Das Foto entstand beim  Weihnachtsgottesdienst 2017 in der berühmten Basilika in Weingarten. Dort stimmte ein Kinderchor am 24. Dezember mehrere Hundert Gläubige auf Weihnachten ein.

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Leckeres Weihnachtsgebäck gehört für viele zur Adventszeit unbedingt dazu. In der Region kann eine Stadt besonders stolz auf ihre Backtradition sein: Ulm.

Dort wurde schon Ende des 13. Jahrhunderts der „Pfefferkuchen“ erwähnt. Später bürgerte sich in Süddeutschland der Begriff „Lebkuchen“ für das unter anderem aus Honig und Gewürzen bestehende Gebäck ein. In Ostdeutschland wird dagegen bis heute das Wort  „Pfefferkuchen“ bevorzugt. 

Die lange Lebkuchentradition in Ulm lässt sich auf die gute Lage der Stadt als Handelsknotenpunkt zurückführen. Schon früh hatten die Ulmer Bäcker dadurch die Chance, mit seltenen Zutaten wie Orangen, Zimt und Nelken zu backen.

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In vielen Städten der südöstlich von Stuttgart gelegenen Landkreise ist er mittlerweile fester Bestandteil an Heiligabend. Außerhalb dieser Ortschaften ist er dagegen oft noch völlig unbekannt: der sogenannte Heilige Morgen. 

Junge Menschen pilgern am Vormittag des 24. Dezembers in die Innenstädte der Region, um unter freien Himmel mit Freunden zusammenzukommen, die sie unter dem Jahr meist nur selten sehen. Mancherorts schlagen sie dabei ordentlich über die Stränge – daher ist der Brauch einigen Behörden ein Dorn im Auge.

„Erfunden“ wurde der Heilige Morgen wohl in Göppingen. Allerdings dürfen Buden selbst dort nur noch bis 14 Uhr Alkohol ausschenken - das ist auch sinnvoll, damit am Abend niemand betrunken unter dem Baum liegt. 

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Es ist die große Adventstradition in Isny: An den fünf Tagen der Schlossweihnacht - dem Weihnachtsmarkt in der Stadt im Allgäu  - öffnet sich pünktlich um 18.30 Uhr das Fenster des Abthauses.

Während sich vor allem die kleinen Gäste auf dem Hof zusammenscharen, schwebt eine Engelsfigur über die Köpfe hinweg und verteilt Geschenke.

Bei der Schlossweihnacht in Isny wurde das Schauspiel vor mehreren Jahrzehnten eingeführt, doch die Tradition ist älter: Ursprünglich gab es das Engelfliegen in Familienkreisen im Allgäu.

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In Skandinavien brachte ursprünglich nicht der Weihnachtsmann, sondern der Julbock die Geschenke – ein Ziegenbock. Die Figur stammt aus der nordischen Mythologie: Dort sollen zwei Böcke den Wagen des Donnergottes Thor gezogen haben.

Mittlerweile lernen auch Grundschüler der Region die skandinavische Tradition kennen: So bastelten etwa Kinder aus Laichingen-Feldstetten unter dem Motto „Weihnachten in anderen Ländern“ ihre eigenen Julböcke, die sie als Glücksbringer unter den Christbaum legten.

Auch in Skandinavien ist der Julbock inzwischen eher Deko als Geschenkbringer. Im schwedischen Gävle wird jährlich auf dem Schlossplatz ein 13 Meter hoher Strohbock aufgestellt. Doch der lebt gefährlich: In der Vergangenheit ist er immer wieder zum Opfer von Brandanschlägen geworden.

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Das Kindleinwiegen war als Brauch im frühen Mittelalter vor allem in Österreich und in der Augsburger Gegend beliebt.

In Kirchen oder Klöstern wogen Kinder ein aus Holz oder Wachs gebasteltes Christkind, das Jesus darstellte, und sangen dazu Wiegenlieder wie „Joseph, lieber Joseph mein“.

Wahrscheinlich ist das Kindleinwiegen ein Vorläufer der heutigen Krippentradition, die vor allem in Schwaben verbreitet ist. 

Bis 2012 war der aus dem 11. Jahrhundert stammende Brauch ausgestorben – dann belebte ihn ein Musikwissenschaftler in der Kirche St. Gertrud in Klosterneuburg.

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Die Musik gehört zu Weihnachten wie der Zuckerguss auf das Plätzchen. Ob „O Tannenbaum“, „Alle Jahre wieder“ oder „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ – die Palette der altbekannten Lieder ist groß. Doch auch „moderne Klassiker“ wie „Let It Snow“ oder „Last Christmas“ tönen in der Adventszeit allerorts aus den Radios.

Letzteres störte in Kempten offenbar einige Einwohner so, dass sie beim  Polizeipräsidium Anzeige erstatteten - mit mäßigem Erfolg, wie das Schild zeigt.
 


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Wer unter der Pflanze steht, muss sich küssen. 

In der Antike galt die Mistel als heilig, weil sie nicht in der Erde verwurzelt ist, und sollte vor Bösem schützen. Deshalb hängten etwa die Druiden in Britannien ihre Zweige über Haustüren auf.

Woher der Kuss-Brauch kommt, ist nicht endgültig geklärt. Fest steht aber, dass er Paaren zum ewigen Glück verhelfen soll. Steht eine junge Frau unter dem Zweig, so darf sie dem Brauch entsprechend einen Kuss nicht ablehnen. Bleibt sie ungeküsst, wird sie im nächsten Jahr nicht heiraten.

Wer selbst einmal ausprobieren möchte, ob das stimmt, der begibt sich am besten auf die Weihnachtsmärkte der Region. Dort hängen an einigen Ständen Misteln als Dekoration oder werden zum Verkauf angeboten.

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„Lustig, lustig tralalalala / bald ist Niklausabend da“ – das Nikolauslied kennt jedes Kind.

Weniger bekannt ist, wer der Nikolaus war: Aufzeichnungen zufolge wurde er zwischen 270 und 286 als Sohn wohlhabender Eltern in der heutigen Türkei geboren. Mit 19 wurde er Priester und später Abt im Kloster Sion in der Nähe von Myra.

Der Sage nach soll Nikolaus drei arme Jungfrauen vor der Armut bewahrt haben, indem er ihnen Geschenke zuwarf. Dieser Barmherzigkeit wollten die Menschen nacheifern. Kleinen Kindern legten sie daher Gaben in Schuhe und Socken: So entstand der heutige Brauch.

An den Nikolaus wird auch auf andere Weise erinnert. Unser Bild entstand beim Aalener Weihnachtsland, wo der Heilige jedes Jahr zu Gast ist. 

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Auch orthodoxe Christen feiern die Geburt Jesu – allerdings ihrem Kalender entsprechend erst am oder um den 7. Januar herum.

Vorher legen viele von ihnen eine Fastenzeit ein, die mit einem Festmahl am Weihnachtstag gebrochen wird. Das Schenken hat in christlich-orthodoxen Gemeinden eine geringere Bedeutung als in westlichen Kirchen.   

Entgegen der landläufigen Meinung leben orthodoxe Christen nicht nur im Osten. Auch in Schelkingen bei Ulm feierten 2016 aus Eritrea stammende Asylbewerber Weihnachten nach orthodoxer Art. Ihr Wunsch war dabei ganz bescheiden: Jeder Mensch soll glücklich sein.


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Wer sich bei uns über Spekulatius oder Weihnachtsmusik im November beschwert, sollte sich von den Philippinen fernhalten: Dort startet die Bevölkerung schon Mitte Oktober in die „fünfte“ Jahreszeit -  und zwar auf über 7000 Inseln.

Dem Fest zu entkommen, ist somit nahezu unmöglich, zumal der philippinische Advent der längste der Welt ist und bis Januar dauert.

Zu sehen gibt es während dieser Zeit allerhand: Ab dem
1. Dezember schmücken die Philippiner bei 30 Grad ihre Fenster, Autos und Arbeitsplätze mit „Paroles“ - Laternen, die es in verschiedenen Farben und Größen gibt und mit denen sogar Wettbewerbe veranstaltet werden.

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Ist das noch Weihnachten oder schon Karneval? In China, dem Quereinsteiger des weltweiten Weihnachtswahns, ist diese Frage nicht ganz leicht zu beantworten.

Im Fokus der fernöstlichen Feierei stehen Geschenke, Verkleidungen und Kommerz. In den Großstädten regen den ganzen Dezember über helle Beleuchtungen zum Kaufen an.

Während der christliche Aspekt des Weihnachtsfestes ausgeblendet wird, importieren die Chinesen Adventsmärkte, festliche Musik und Filme aus dem Westen. Aber einen bedeutenden Unterschied gibt es trotzdem: Weihnachten ist in ihrem Land kein gesetzlicher Feiertag.


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Das sächsische Erzgebirge kann sich etwas auf seine Weihnachtskultur einbilden: Engel, Bergmänner, Schwibbögen und Pyramiden - traditionelle Figuren aus dieser Region - haben es bis in die Weihnachtsbuden in Schwaben geschafft. Holzkunst aus dem Erzgebirge ist heute deutschlandweit in der Adventszeit in vielen Haushalten zu finden.

Am berühmtesten sind dabei die Räuchermännchen. Seit rund 200 Jahren gibt es das geschnitzte Spielzeug, das zum Abbrennen von Räucherkerzen dient. Die Figur wird mittlerweile in verschiedenen Ausführungen hergestellt: Es gibt sie als Pharao, Lehrer, Eishockeyspieler...und für die Weihnachtsfans des Nordens sogar als Fischer.

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Nein, hier geht es nicht um den Christstollen – es wird deutlich ausgefallener. Im Aalener Stadtteil Wasseralfingen gibt es nämlich den wohl ungewöhnlichsten Weihnachtsmarkt des Südens.

Er befindet sich unter der Erde, oder besser gesagt: im Besucherbergwerk  „Tiefer Stollen“. Dort hinunter bringt ein Bergwerkzug abenteuerlustige Advents-Fans. 

Während es draußen im Winter klirrend kalt werden kann, herrschen im Inneren des Bergwerks milde elf Grad. Für das leibliche Wohl ist unter der Erde mit Bratwurst- und Glühweinständen gesorgt. Auch Deko und Schmuck werden zum Verkauf angeboten.

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Der Brauch des Christbaumlobens stammt aus der Region. Ob Größe, Dichte oder eine schöne Spitze – auf die richtige Wortwahl und ein Auge für Details kommt es an, wenn die Vorzüge des Baumes herausgestellt werden. Häufig wird dabei ein wenig übertrieben.

Apropos übertreiben: Bei vielen Lobpreisenden spitzt sich das Tannenbaumpreisen schnell zu einem handfesten Alkoholrausch zu - denn für jedes Kompliment bekommt der Lobende einen Schnaps. Ob sich nach ein paar Gläsern noch der Baum erkennen lässt?

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„Der Stadt (Rom) und dem Erdkreis“ lautet die Übersetzung des Segens, den der Papst in besonders feierlicher Form zu Weihnachten und Ostern spricht.

Das Ritual stammt aus dem 13. Jahrhundert. Heute erreichen die päpstlichen Worte über das Fernsehen und Internet Millionen Menschen.

Einer, der ihn wahrscheinlich schon vor Ort gehört hat, ist Oliver Lahl aus Bad Buchau im Landkreis Biberach. Als Geistlicher Konsultor hilft er dem deutschen Außenministerium bei theologischen Fragen.


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Während in Deutschland noch diskutiert wird, ob man an Weihnachten lieber Würstchen oder Gänsebraten machen soll, ist die Entscheidung in Venezuela längst gefallen: Es gibt Maultaschen.

Natürlich ist hiermit nicht die schwäbische Version mit Brät und Zwiebeln gemeint. In Venezuela heißen die Teigtaschen Hallacas und jede Familie hat ihr eigenes Rezept für sie.

Anders als die schwäbischen „Herrgottsbscheißerle“ bestehen Hallacas aus einem Maisteig, der an einigen Stellen mit einem Eintopf aus Rindfleisch, Schweinefleisch oder Hühnchen, Fisch oder Meeresfrüchten gefüllt ist. Serviert werden die Teigtaschen auf Bananenblättern.

Die aufwendige Zubereitung der  Hallacas ist fester Bestandteil der venezolanischen Feiertage. Genauso gehört es aber dazu, sie untereinander auszutauschen und zu verschenken.

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In ganz Deutschland und vor allem in Schwaben gilt die Krippe als eines der wichtigsten Weihnachtssymbole.

In Inzigkofen im Landkreis Sigmaringen gibt es sogar einen Krippenverein. Neue Krippenteile, Führungen, Auf- und Abbau - der Verein und die Klosterkirche haben an Weihnachten alle Hände voll zu tun.

Viele Menschen schauen sich die aufwendig gestalteten Weihnachtskrippen gern an, doch immer weniger besitzen eine eigene. Meist haben nur noch Sammler Interesse an den bunten Figuren und Häuschen.


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In Deutschland sieht man den Begriff „X-Mas“ vor allem in der Werbung oder in den Medien: Wer jedoch denkt, die englische Abkürzung des Wortes Christmas entstand aus den müden Tippfingern der digitalen Jugend, der irrt sich.

Die Herkunft des Wortes „X-Mas“ lässt sich bis ins Jahr 1551 zurückverfolgen. Schon damals ersetzte der griechische Buchstabe „Chi“, geschrieben „X“, das Wort „Christus“.

Die Schreibweise setzte sich über die Jahrzehnte hinweg auch für die Beschreibung Christi Geburt durch. Zum ersten Mal aufgeschrieben wurde der Kurzbegriff als „X-mas“ im Jahre 1753 vom britischen Diplomaten George Woodward in einem Brief.

Trotz seiner langen Geschichte begegnen nicht nur in Deutschland viele Menschen der Abkürzung mit Skepsis. Auch in der formalen englischen Sprache wird von ihrer Benutzung abgeraten.

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Der „Yule log“ ist ein Holzscheit, der an Heiligabend feierlich verbrannt wird. 

Das Wort „Yul“ kommt von den Wikingern. Sie bezeichneten damit die Zeit der Wintersonnenwende, in der die Tage wieder länger wurden.

In Frankreich gib es den „Yule log“ als Festtagsspeise. Allerdings besteht er hier nicht aus Holz, sondern ist eine mit Schokoladencreme gefüllte Biskuitrolle und heißt „Bûche de Noël“.

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Zimt ist ein typisches Weihnachtsgewürz. Gebraucht wird es unter anderem, um eine in ganz Deutschland beliebte Leckerei zu backen, die in Schwaben ihren Ursprung hatte: Zimtsterne.

Der meiste Zimt wächst in Ceylon, dem heutigen Sri Lanka. Bei dem Gewürz handelt es sich um getrocknete Baumrinde. Kaufen lässt sich Zimt als Pulver oder als Stange.

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Texte und Umsetzung
Christina Mikalo, Emanuel Hege

Fotos
Sofia Torres, Annette Grüninger, Markus Lehmann, Alexander Gässler, Roland Rasemann, Bayerische Polizei Schwaben Süd/West, CCILTS/svl, dpa, afp 

Verantwortlich 
Yannick Dillinger
Copyright: Schwäbische Zeitung 2018 - alle Rechte vorbehalten 

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