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Zeppelinmuseum

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20 Jahre Zeppelin-Museum


Das Zeppelin-Museum in Friedrichshafen feiert in diesem Jahr 20. Geburtstag. Anlass genug für uns, um auf die Entwicklung des Museums zurückzublicken - und einen Blick auf die nächsten 20 Jahre zu werfen. Von Daniel Häfele   


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So entstand das Zeppelin Museum

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Ursprünglich ist das Zeppelin-Museum im Friedrichshafener Rathaus beheimatet gewesen. Doch der dortige Museumsflügel wurde zu klein – es musste ein neues Zuhause für die Geschichte der Zeppeline her. Ende der 80er-Jahre kaufte die Stadt Friedrichshafen den Hafenbahnhof von der Deutschen Bundesbahn. Mit finanziller Hilfe des Freundeskreises zur Förderung des Zeppelin-Museums baute sie das Gebäude um: Es entstand eine Ausstellungsfläche für die Sammlung der Technik und Kunst, Räume für die Museumpädagogik, das LZ-Archiv, die Bibliothek, ein Restaurant sowie ein Souvenirgeschäft. Am 2. Juli 1996 war Eröffnung, an einem besonderen Datum in der Zeppelingeschichte. Denn am 2. Juli 1900 hat in der Manzeller Bucht der erste Aufstieg eines Zeppelin-Luftschiffes stattgefunden.
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In den kommenden Jahren veränderte sich das Gesicht des Museums. Während dem laufenden Betrieb wurde von 2009 bis 2014 die Dauerausstellung umgestaltet und vergrößert. Fünf Jahre und mehr als fünf Millionen Euro später ist ein Museum für alle Sinne entstanden: Experimentier- und Medienstationen. Zu den Originalexponaten gibt es begleitende Fotos, Filme und Texte. Besucher sollen so die „Faszination Zeppelin“ erleben können.


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Das Wichtigste zum Museum

Das Museum hat eine Ausstellungsfläche in Höhe von 4.000 Quadratmetern. Die Besucher bewegen sich auf drei Ebenen:

Erdgeschoss: Dort finden Interessierte alles rum um die LZ 129 Hindenburg inklusive eines Teilnachbaus des Luftschiffs. Zudem befinden sich im Erdgeschoss die Wechselausstellung sowie der Medienraum.

Obergeschoss 1: Die Geschichte der Luftschiffe, die Zeppelin-Wunderkamer sowie der interaktive Bereich "Auftrieb, Antrieb, Aerodynamik - Giganten in Bewegung" sind dort zu sehen.

Obergeschoss 2: Dort gibt es Kunstausstellung mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu bestaunen. Bis April ist zum Beispiel noch die Ausstellung "Mariele Neudecker" zu sehen, danach "Möglichkeit Mensch...".
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Das Zeppelin-Museum liegt in Friedrichshafen direkt am Bodensee. Wegen seiner verkehrsgünstigen Lage ist eine Anreise mit dem Öffentlichen Nahverkehr möglich:

Zug: Haltepunkt Friedrichshafen-Hafenbahnhof
Bus: Haltestelle Hafenbahnhof (Zentraler Busbahnhof)
Schiff: Konstanz-Friedrichshafen oder Romanshorn-Friedrichshafen

Wer dennoch lieber mit dem Auto anreist, findet Parkplätze rings um das Museum. 
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Die Hindenburg

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Es ist das bekanntestes und größte Zeppelin-Luftschiff: die LZ 129 Hindenburg. Ihre Geschichte – ein filmreifes Drama. 245 Meter lang ist das fahrende Luxushotel, hat einen Durchmesser von mehr als 41 Metern und einen Gasinhalt von 200.000 Kubikmetern. Sie ist das erste Passagierluftschiff, das für Transatlantikflüge taugt. Doch am 6. Mai 1937 das dramatische Ende der Hindenburg in Lakehurst (New Jersey): Das Luftschiff geht am Himmel in Flammen auf. Reporter, Rundfunkjournalisten und Filmteams dokumentieren den Feuerball. Es ist die erste Katastrophe, die die Öffentlichkeit so nah miterlebt. Sein Leben möchte fortan kein Passagier mehr einem Zeppelin anvertrauen, die Ära der Luftschiffe endet.


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Die erste große Ausstellungshalle im Erdgeschoss widmet sich der LZ 129 Hindenburg. Reisevorbereitungen, der Luxus an Bord, die Bauweise der Innenräume sowie die Rolle der Zeppeline im Nationalsozialismus werden dort beleuchtet. Doch die Besucher können auch an Bord gehen: Über das Fallreep steigen sie in die nach historischen Plänen in Originalgröße nachgebauten Passagierbereich. Themen in der Ausstellung sind auch die Diskussion über die Unglücksursache und die Schicksale der Passagiere. Zudem gibt es das größte erhaltende Wrackteil, der Ruderlagerarm (ein Teil des Leitwerks) zu sehen.



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Obwohl die Hindenburg abstürzte und mit ihr die Geschichte der Zeppeline endete – das Luftfahrschiff fasziniert die Menschen auch heute noch. Doch was macht die Begeisterung eigentlich aus?

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Weitere Publikumsmagneten

Alle Modelle im Museum sind Handarbeit - auch die Luftschiffhalle Frankfurt I mit fahrbarem Ankermast. Bis die Halle im Maßstab 1:66 fertig war, vergingen rund zweieinhalb Jahre. Ingesamt verbaute der Modellbauer Martin Rzehaczek etwa 100 Kilogramm Material.


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Das Zeppelin-Museum besitzt die weltweit größte Sammlung zur Geschichte der Luftschifffahrt. Doch die Ausstellungsstücke hier in der Wunderkammer sind keine Überreste oder Originalteile der Zeppeline. Sie sind Zeugen der Faszination „Zeppeline“. Einige Objekte sind extra für Sammler angefertigt worden. Es handelt sich dabei um ganz unterschiedliche Dinge: Von kleinen Nachbauten der gigantischen Luftschiffe, über geprägte Münzen bis hin zu Spielzeug.

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Wie neu sieht er aus, der sogenannte „Esslinger Troyer“. Dabei hat der aus Esslinger Trockenwolle hergestellte Pullover bereits eine Arktisfahrt hinter sich. Die Funktionskleidung aus der Zeit vor der Entdeckung der Chemiefaser gehörte Walter Dumcke, der 1931 an der Arktisfahrt von LZ 127 Graf Zeppelin teilnahm. Später schenkte Dumcke den besonders warmen und wasserabweisenden Pullover einem befreundeten Bahnwärter an der „Schwäbischen Eisenbahn“. 1996 kam der Pullover schließlich ins Museum.

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Im ersten Obergeschoss gibt es für die Besucher einiges zum Ausprobieren. Im Museumsflügel "Auftrieb, Antrieb, Aerodynamik - Giganten in Bewegung" kann spielerisch getestet werden, wie zum Beispiel der Auftrieb bei einem Flugzeuge zustande kommt.   

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Ausblick auf die nächsten 20 Jahre

Die Eingangshalle des Zeppelin-Museums erinnert noch sehr an das ehemalige Bahnhofsgebäude. Sogar einzele Zugverbindungen stehen auf der Leuchtreklame. In absehbarer Zeit soll der Eingangsbereich aber ein neues Gesicht bekommen. Wie dieses aussehen und wann es soweit sein wird - darüber beraten die Mitarbeiter des Zeppelin-Museums derzeit. 


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Das Zeppelin-Museum in Friedrichshafen steht nicht nur für Technik, auch Kunst spielt mit 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine große Rolle. So sind immer wieder Wechselausstellungen zu sehen, wie beispielsweise zu Beginn diesen Jahres Mariele Neudecker. Ab dem 29. April erwartet die Besucher die Ausstellung "Möglichkeit Mensch...". In den nächsten 20 Jahren sollen Technik und Kunst immer mehr miteinander  verschmelzen, wenn es nach der Museumsleitung geht.
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Impressum

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Vollbild
Texte:
Daniel Häfele

Fotos/Videos:
Daniel Häfele
SZ-Archiv
LZ-Archiv

Verantwortlich:
Yannick Dillinger

Kontakt:
schwaebische.de
Karlstraße 16
88212 Ravensburg
online@schwaebische.de

Copyright:
Schwäbische Zeitung 2016 - alle Rechte vorbehalten


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